Kong / Praxis . Ein Monolog
Aus Kunst-Praxis-Staab
PRAXIS - Projetatelier Staab, Eigelstein 112, 50678 Köln
KONG / PRAXIS | EINE THEATERARBEIT | PREMIERE am Freitag, 05.Juni 2009 |
Aufführungen am 5. , 9. und 23. Juni 2009 / 21. und 22. September 2009 / 16. und 18. November 2009 / 21. Dezember 2009
Aufführungen und Gastspiele 2010 werden noch bekanntgegeben.
Video: Ausschnitte aus dem Stück: | KONG / PRAXIS / VIDEO
Kritiken: Kölnische Rundschau KONG und aKT 5, Die Kölner Theaterzeitung KONG.
Dorothea Reinhold wurde für ihre Darstellung des Kong für den Kölner Darstellerpreis 2009 nomminiert.
Eine Kooperation mit LUFTSCHIFF c/o Klaus Fehling. |Home Luftschiff
KONG / PRAXIS. Ein Monolog.
King Kong ist ein Mythos. Kong / Praxis das passende Stück. Von Klaus Fehling.
Eine Reflektion über das Theater, das Kino, die Wirklichkeit, die Heimat, die Fremde und andere verpasste Chancen.
Text: Klaus Fehling, Spiel: Dorothea Reinhold , Regie und Bühne: Michael Staab.
Die tragische Geschichte des Riesenaffen King Kong ist uns durch mehrere Kinofassungen vertraut. König Kong, gefürchteter und verehrter Kämpfer gegen die Riesenechsen. Als Theatersensation verschleppt nach New York. Ausgebrochen aus den Ketten, hoch hinaufgestiegen, gefallen und gestorben als freier Held. Der Monolog KONG ist keine Theaterfassung dieser Kinogeschichten. Das Stück nimmt zwar alle uns bekannten Ereignisse und Fassungen des Mythos auf, erzählt aber die Folgen einer für den Helden fatalen Wendung:
Was wäre, wenn KONG sich an jenem legendären Abend im Theater nicht von seinen Ketten befreit hätte? Wenn er bis heute ganz freiwillig als der unbesiegbare Kong, das 8. Weltwunder, am New Yorker Broadway gastierte? In der gefühlten 1000sten Vorstellung liefert ein heimatloser und alleingelassener KONG vor schrumpfenden Publikum das vorgeschriebene Affentheater und reflektiert dabei über die Bühne, das Kino, die Wirklichkeit, die Heimat, die Fremde und andere verpasste Chancen. Gefangen in einer quälenden Endlosschleife aus der immergleichen Routine und des eigenen Mittelmaßes hat der einstige König damit zu kämpfen, dass der übergroße Mythos wie ein Gespenst über KONGS unentschiedener, aber abgesicherter Existenz auf der engen Theaterbühne schwebt. "Ich hätte fallen sollen. Ein Happy End war nie vorgesehen."
Dass die zweite Interpretation des Textes so kurz nach der Uraufführung durch das Theater 1000 Hertz in der Orangerie im April/Mai 2009 liegt, ist ungewöhnlich, aber weder Zufall, noch als Infragestellung der Uraufführung gedacht. Regisseur Michael Staab sieht es – ganz im Sinne des Konzeptes der PRAXIS- als besonderes Angebot ans Publikum, das vielschichtige Stück bereits nach kurzer Zeit in einer ganz anderen Bearbeitung sehen zu können. Um es mit KONG zu sagen: "Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob es mich nicht auch mehrmals gibt. Mehrere Einzelstücke. Und alle sind Kong, alle sind King, alle sind ich." Mit der Schauspielerin Dorothea Reinhold als KONG will Staab den Text zwischen den Zeilen in den Vordergrund rücken und dabei auch einen reflektierten Blick auf die Grundverabredungen zwischen Publikum und Schauspieler und die Interaktion von Medienwirklichkeiten mit der Realität werfen. "Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit."
Komplette Text auf der Homepage von Klaus Fehlings Luftschiff: LUFTSCHIFF
Im Rahmen der Kunstausstellung Michael Staab : „Der größten Auswahl wegen… „ wird die Szenerie von KONG / PRAXIS als bespielte Rauminstallation KONG / SWEET HOME ausgestellt. Eröffnung am 26.06.09, 19.00 Uhr. Performance: Dorothea Reinhold.
Das KONG / PRAXIS Team:
Der Autor Klaus Fehling:
Klaus Fehling lebt und arbeitet als Schriftsteller, Journalist und Dramaturg in Köln. Neben Büchern und Beiträgen über unterschiedlichste Themen wie schwäbische Familienunternehmer oder koreanische Einwanderer, schreibt er Theaterstücke und Hörspiele. Seine Stücke waren bisher in mehreren Sprachen an vielen Orten der Welt zu sehen, darunter neben Berlin, Belgrad, Bangkok, Singapur und New York auch Trento, Tokyo und Trondheim. Sein Stück »Light« war 2004 zur Bonn- Biennale eingeladen. 2008 wurde "Risiken und Nebenwirkungen" am Theater Osnabrück aufgeführt. 2002 erhielt er ein Stipendium für Darstellende Kunst an der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. 2004 war er Stipendiat des Stuttgarter Wirtschaftsclubs im Literaturhaus. Als Gitarrist und Sänger ist/war er Mitglied der Bands Die Promovierten Praktikanten, Die Blonden Burschen und Wombateisa. Gemeinsam mit Uli Winters textet und komponiert er als "Die Steifen" Karnevalsmusik für den Schauspieler und Sänger Waldemar Kobus.
| Klaus Fehling
Die Schauspielerin Dorothea Reinhold:
Dorothea Reinhold, seit 1986 Schauspielerin. Studium der Theaterwissenschaften. Stipendium für Kunstkoordination an der Akademie Schloss Solitude. Engagements u. a. in Wien (1992-2005 u.a. Schauspielhaus, Ensembletheater, Theater der Jugend), Den Haag, Berlin, Frankfurt u. Wiesbaden. Sprecherin für Hörspiele, Hörbücher und Computerspiele. Solo-Abende als Sängerin und Performerin. Film – und Fernseharbeiten (zuletzt 2008 „Welt am Rhein“ mit Hans-Peter Boeffgen). Regie-Assistenzen, künstlerische Mitarbeiten, Produktionsbetreuung und -Leitung bei Opernproduktionen in Amsterdam, Jerusalem, Rio de Janeiro, Mexico City, Strasbourg, Karlsruhe, Expo 2000 Hannover, Nantes. Co-Regie Fabula Stuttgart 2008. Workshops für Theater und Film. Lehrtätigkeit mit Prof. Ackermann, Musikhochschule Trossingen, Opernwerkstatt Laubach, Opernwerkstatt Weikersheim u. Internationale Akademie für musikalische Bildung Karlsruhe. Seit Oktober 06 Dozentin an der Musikschule Kandel im Fach „Darstellendes Spiel“, Regiearbeiten: Monty Python – Kollage (2007), „Vom Jungen, der in ein Buch fiel“ Alan Ayckbourn (2008). Seit 07 Dozentin an der Internationalen Akademie für musikalische Bildung Karlsruhe, dort Workshops, Lesungen, Matinéen.
Kontakt: mailto Dorothea.Reinhold@gmx.de
Der Regisseur Michael Staab
Theater-Regisseur, Künstler und Ausstellungsmacher. Geb 1962 in Esslingen, lebt seit 1992 in Köln.
Nach mehrjähriger Arbeit an institutionellen und experimentell orientierten Theatern – unter anderem der Württembergische Landesbühne Esslingen, dem Stadttheater Freiburg, dem LOT Theater Braunschweig und dem Gostener Hoftheater Nürnberg - beschäftigt sich Michael Staab seit 1992 mit performativ bespielten Rauminstallationen und konzeptionellen Aktionen im Kunstbereich. Seit 1994 auch Planung, Inszenierung und Umsetzung von Ausstellungsprojekten. Als Projektleiter und Ausstellungsmacher arbeitet er für nationale und internationale Kulturinstitutionen, Museen und Biennalen an der Realisierung komplexer Projekte der zeitgenössischen Kunst. Im Januar 2009 eröffnete Staab in Köln die Galerie PRAXIS, wo in schneller Folge nationale und internationale Positionen zeitgenössischer Kunst präsentiert werden. Kunst, Musik, Literatur, Theater und die angewandten Künste finden hier wieder zusammen.
Michael Staab oder | Hompage Staab
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