PRAXIS STAAB KONZEPT
Aus Kunst-Praxis-Staab
Hier nun -wie gewünscht- mehr Text, Information und Theorie zum Konzept der PRAXIS.
Für Kurzinfo und Programm: Zurück zu Hauptseite PRAXIS.
DIE PRAXIS
PROJEKTATELIER STAAB
Im Januar 2009 eröffnete in Köln die PRAXIS - Projektatelier Staab. In den zwischen Dom/Hauptbahnhof und der Eigelstein Torburg am Ebertplatz gelegenen Räumen werden in den nächsten Jahren im schnellen Wechsel Einzelarbeiten, Ausstellungen, spartenübergreifende Projekte und Aktionen von Künstlern, Gruppen und Initiativen aus allen Kunstsparten geplant, realisiert oder präsentiert werden.
Der Titel PRAXIS leitet sich aus dem philosophischen Begriffspaar Theorie & Praxis ab. Kunst, Musik, Theater, Literatur und die verwandten und angewandten Künste finden hier wieder zusammen. Mit der PRAXIS soll kein weiterer institutioneller Veranstaltungsort oder eine weitere kommerzielle Galerie in Köln etabliert werden. Vielmehr soll ein mit Kunst aktiv bespielter Kommunikationsort für Betrachter, Produzenten und professionelle Künstler geschaffen werden, wo Projekte, Themen oder Positionen durchdacht und besprochen werden können, die dann -hier oder woanders-auch tatsächlich realisiert werden.
Der Kölner Künstler und Ausstellungsmacher Michael Staab versteht sein Projektatelier PRAXIS als ein über zwei Jahre laufendes spartenübergreifendes Kunstprojekt, wo er auch ausserhalb der angekündigten Veranstaltungen als Gastgeber, Vermittler, Ausstellungsmacher, Künstler und Diskussionspartner täglich und öffentlich zur Verfügung steht. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und Produzenten -auch im Sinne einer multiplen Autorenschaft- ist dabei unmittelbarer Teil seines künstlerischen Selbstverständnisses.
Die auf zwei Etagen gelegenen Räume sind Produktions- und Ausstellungsort, sowie offenes Atelier, wo der Besucher im engen Kontakt zur praktischen Kunstproduktion stehen kann. Die üblichen Regularien des Kunstbetriebs werden dabei bewußt unterlaufen. Einsichten in den Werkprozess der Künstler oder in die Kontexte von Arbeiten stehen vor der auratischen Ausstellung von Werken zum Beweis ihrer Markttauglichkeit. Was aber bleibt, ist ein hoher Anspruch an die Qualität der Werke und an die Professionalität ihrer Präsentation. In einer Zeit der allgemeinen Hochspezialisierung und Kommerzialisierung des Kunstbetriebs werden in der PRAXIS spartenübergreifende und prozesshafte Formen einer Werkstatt oder eines Ateliers mit dem Gedanken des Erweiterten Kunstbegriffes und der Sozialen Skulptur verbunden. Kunst wird wieder direkt für den einzelnen Betrachter gemacht, nicht für eine uniforme Zählmasse von Besuchern. Die Künstler wiederum werden als Segment der Gesellschaft erkennbar und so auch in die Pflicht genommen, ihrem ursprünglichen gesellschaftlichen Auftrag nachzukommen. Die PRAXIS sieht sich nicht in Konkurrenz zu bestehenden Institutionen, Galerien und Initiativen, sondern bietet eine offene Plattform zur Kooperation und zur Überprüfung festgelegter interner Strukuren, Darstellungs- und Präsentationsformen.
Als Warm-up vor der offiziellen Eröffnung im Januar fanden bereits im Dezember 2008 erste Veranstaltungen statt. Die durchlaufende Ausstellungs- und Projektserie 2009-2010 beginnt im Januar 09 mit Projekten, Aktionen und Arbeiten von Juliana Borinski & Pierre-Laurent Cassiere, Veit Landwehr, Beatrix Opolka, Michael Nowottny und anderen. Diese Präsentationen verändern sich im fließenden Prozess durch Neuanordnungen und das Hinzufügen von Arbeiten anderer Künstler. Neben unbekannteren und experimentellen künstlerischen Positionen werden von Zeit zu Zeit auch international renommierte KünstlerInnen gezeigt werden bzw. sich an der PRAXIS-Arbeit beteiligen. Dazu kommen zahlreiche experimentelle Musikprojekte und Konzerte aus E und U, Lesungen, Performances, konzeptionelle Aktionen, Kunstfilme, Videos und regelmäßig auch Diskussionen und Themen-Salons. Als Preview werden im schnellen Wechsel Arbeiten der Künstler der kommenden Ausstellungen und neue Arbeiten direkt aus den Künstler-Ateliers vorgestellt. Michael Staab produziert eigene Arbeiten und realisiert seine konzeptionellen Projekte, Objekte und Rauminstallationen. Neben den angekündigten Veranstaltungen entwickeln sich proßesshaft und spontan weitere Kunstereignisse.
Die PRAXIS Atelier Staab kommuniziert und kooperiert im offenen Austausch mit anderen Künstlern, Kulturinitiativen und Projekten, unter anderem mit LABOR, NORMAL, LUFTSCHIFF, RAKETENCLUB, KHM, ZAM und viele anderen. Eine besonders enge Kooperation besteht dabei mit FREIES RHEINLAND E.V. c/o Georg Dietzler, der hier viele seiner Projekte und Veranstaltungen aus dem Bereich Experimentelle und Neue Musik und Tanz realisiert und NORMAL Köln Tonträger, c/o Jochen Sperber, der im Eingangsbereich der PRAXIS seinen legendären Vinyl und Independent Plattenladen betreibt und regelmäßig Live-Konzerte in den Räumen der PRAXIS veranstaltet.
Zurück zur Hauptseite PRAXIS
