PROGRAMM AUGUST BIS DEZEMBER 2009
Aus Kunst-Praxis-Staab
PRAXIS-Projektatelier Staab, Eigelstein 112, Köln.
Ausführliche Informationen zum aktuellen Programm:
15.8. 2009 | Konzert | Pop |
likk und lina paul musik, Hamburg / Berlin.
21.00 Uhr. 3 / 5 EUR Support
Ein entspannter Abend mit minimal pop und experimental music.
Wiedereröffnung nach der Sommerpause mit Performance und Konzert.
Minimal Pop nennt likk seine Musik. Zart sind die Songs und so gar nicht typisch für einen Songwriter: Gitarre, Mandoline, Glockenspiel werden auf ungewöhnliche Art gespielt, oft übereinander geschichtet. Schöne, teilweise poppige Melodien sind zu hören, auch wenn der Aufbau der Stücke oft eher an Post-Rock denken lässt und Freude am Experimentellen deutlich wird. Ein brüchiges, aber auch eingängiges Gesamtbild entsteht, das Raum lässt für die Reise, auf die Likk seine Zuhörer schickt.
Lina Paul singt und spielt E-Gitarre. Mehr braucht es nicht, um sich von ihrer einnehmenden Stimme in Traumwelten entführen zu lassen. Geboren werden sie im Kopf der Musikerin, aber dennoch stehen die Emotionen immer im Vordergrund. Und weil sie dabei hingebungsvoll stark und gleichzeitig zerbrechlich ist, vergisst man schnell den Weg zurück. Die Songs, die sich aus verschiedenen Richtungen dem Leben an sich nähern, lösen die Grenzen zwischen Dur und Moll auf.
Hörproben:| likkmusic | linapaulmusik
22.8 bis 22.9.2009 | Kunst |
Nisrek Varhonja
„Pitoreske - Das Nachthemd trage ich nur auf der Vernissage.“
Neue und alte Zeichnungen im Raum. Objekte und Ungewöhnliches: Eigene Bildwelten, die den Betrachter zu einem inspirierenden, möglicherweise auch irritierenden Besuch einladen.
Eröffnung mit Perormance am Samstag, 22.8.2009, 19.00 Uhr bis 24.00 Uhr
Nisrek Varhonja ist Zeichnerin, arbeitet aber auch mit dem architektonischen Raum als erweitertem Bildraum und mit gestalteten oder gefundenen Objekten. Sie versteht sich ausserhalb konventioneller Zuordnungsversuche als bildende Künstlerin. In einem fortschreitenden logisch-komplexen künstlerischen Prozess stellt sie sich immer wieder neue Fragen, die dann zu neuen Bildern führen. Sie konfrontiert in ihren zeichnerischen Arbeiten Fülle und Leere, Nahsicht und Fernsicht, reine Abstraktion und narrative Elemente. Das Auflösen von verlässlichen Maßstäben und die konsequente Veränderung von vertrauten Dimensionen und Kontexten erschafft neue, ganz ungewöhnliche Bildwelten, die den Betrachter zu einem inspirierenden, möglicherweise auch irritierenden Besuch einladen. In der Ausstellung „Pitoreske“ werden drei zeichnerische Werkzyklen vorgestellt, die nicht den kompletten bildnerischen Kosmos der letzten Jahre zeigen, sondern einen Einblick in die Konsequenz der Werkentwicklung geben.
Die Serie „Fox It“ führt uns ein Ensemble von hybriden, schimärenhaften Wesenheiten vor, die in surrealen Bildräumen und Szenerien sowohl ein Eigenleben wie auch Beziehungen untereinander entwickeln. Noch einen Schritt weiter in der Neuerfindung von komplexen Bild- und Denkwelten geht Varhonja im Zyklus „Felloten“. Auf großen Blättern wuchern und mäandern surreal-phantastisch, organisch-animalisch anmutende polymorphe Formgebilde. Die dritte, raumbestimmende Arbeit, die vor Ort in den Ausstellungsräumen der PRAXIS entstanden ist, trägt den programmatischen Titel: „Wer ist nicht länger fragen WANN. | Vertrauen ist WIE | WO sich WAS | WARUM beantwortet.“ Ein scheinbar kryptisches Statement der Künstlerin, das jedoch durch die Klarheit und Konsequenz der zugehörigen, völlig abstrakten Raumzeichnung ganz selbstverständlich wird. Die Zeichnung sprengt die Begrenzungen des flachen Papiers und das Bild selbst wird zum Raum.
Mehr: Nisrek Varhonja Pitoreske
Nisrek Varhonja (geboren 1979). Lebte in Berlin, ist aber gerade nach Köln gezogen. Bis 2006 Studium bei Wolfgang Petrick und Daniel Richter, UdK, Berlin. Zur Zeit ohne Galerie. Einzelaustellungen unter anderem bei Jette Rudolph, Berlin und Galerie Raphael 12, Frankfurt. Präsenz auf den Messen in Bologna, Madrid und Wien. Stipendien: Konstfack und Royal University, Stockholm. Schloss Ringenberg / Kunststiftung NRW
28.8.2009 | Außenprojekt | Kunst |
PRAXIS Staab und LABOR Nowottny Mies und Staab. Ebertplatzpassage, Laden 5
Michael Nowottny, Gerd Mies, Michael Staab.
"Tatort Ebertplatz - Die Öffentlichkeit sind wir."
Das LABOR bespielt den Ebertplatz. Die Besucher werden zu Teilnehmern der Kunstaktion im öffentlichen Raum.
Performative Interaktion mit Schnaps und live Musik. Bier am Kiosk. Ab 19.00 Uhr.
LABOR Nowottny Mies Staab
3.9.09| Künstlergespräch |
Salon Theorie & Praxis.
"Kunst.Sprachlos."
Nisrek Varhonja und 11 Gäste über Verständnislosigkeit und nonverbale Kommunikation.
Mit Voranmeldung zum Essen.
18.9.2009, 22.00 Uhr | Kunst | Performance | Musik |
Christian Dettmaier
"Buenas Tardes Amigo"
Country-Caraoke-Performance und Foto-Kurzausstellung. Beginn der Performance um 22.00 Uhr.
Kooperation mit der Galerie Schmidt Maczollek.
Vorher, 19.00 Uhr, Aussenprojekt:
PRAXIS Staab und LABOR Nowottny Mies und Staab. Ebertplatzpassage, Laden 5.
"Erste Schüttung".
Mobile Rauminstallation und Performance im öffentlichen Raum.
Von und mit Michael Nowottny, Gerd Mies und Michael Staab.
LABOR Nowottny Mies Staab
19.9.2009 | E-Musik | Konzert |
MUSIKNACHT KÖLN
100 Konzerte in Köln. 4 Konzerte in der Praxis. Alte Musik, Neue Musik, Experimental.
Mit den Ensembles:Mosaic Coelln, BlippoHazard, Les éclairs, Malström Ensemble.
20.00 Uhr bis 24 Uhr. Eintritt mit dem | Musiknacht-Ticket
Eine Kooperation von PRAXIS und Georg Dietzler mit Kölner Musiknacht und IFM-Projekte.
Karten im Vorverkauf ( 15 EUR für alle 100 Veranstaltungen ) u.a. bei | Köln Ticket
Mehr: Musiknacht 2009 in der PRAXIS Oder: | Kölner Musiknacht Homepage
MUSIKNACHT 2009. Das Programm in der PRAXIS:
20.00 UHR
MOSAIC COELLN: LA MUSIQUE ROYALE
Katja Dolainski, Blockflöte/Gambe | Laura Frey, Gambe / Theorbe
Selten hatte ein Monarch den Ruf, ein so großes Interesse an Musik und eine so große Anzahl an Musikern in seinem Dienste zu haben, wie Ludwig der XIV. So gab es zum einen große Opernaufführungen, Streichensembles und die Bläserkapellen „Les Grands Hautbois“, deren Musiker zu den renommiertesten Frankreichs und Europas gehörten. Zum anderen komponierten diese Musiker unzählige Werke für kleinere Besetzungen „pour la chambre du Roi“, um den König in seinen Gemächern zu erfreuen. Dieser Musik und der einiger Zeitgenossen, wie dem großen Gambisten Monsieur de Saint-Colombe, widmet sich unser Programm LA MUSIQUE ROYALE.
21.00 Uhr
BlippooHazard: »...man ruft nur ›Blipper‹«
Joker Nies, Hannes Hoelzl, Alberto de Campo, Hans W. Koch – Blippoo-Box
Vier verschiedene Herren, viermal der gleiche Synthesizer. Aber was für einer!
Die Blippoo-Box von Rob Hordijk, dem holländischen Düsentrieb der Analog-Elektronik, ist aus dem Stand ein Geheimtip unter Freunden des stromgeformten Klanges geworden. Dabei ist die Box konsequent nach dem Prinzip ›bent-by-design‹ aufgebaut: das Chaos ist mit eingebaut und nicht für jede Reglerdrehung lässt sich das Ergebnis vorausplanen... Zurück zu den vier Herren: immer vorne dabei, wenn es darum geht, den Tanz der Elektronen hörbar zu machen, üben sie sich diesmal in einer neuen Extremsportart: jeder hat das gleiche Instrument, jeder ist mit jedem über eine Matrix verknüpft. Das Ganze ist die Differenz seiner Teile.
22.00 Uhr
LES ÈCLAIRS: rock da haus
freya hattenberger: alltagsgegenstände und stimme. peter simon: alltagsgegenstände und elektronik.
„Les éclairs“ sind Peter Simon und Freya Hattenberger, die beide ihren künstlerischen Hintergrund in zeitgenössischer Performance- und Medienkunst haben. Ihr Ansatz ist es, den Prozess der Klangerzeugung als Performance zu verstehen, anstatt ein „normales“ Konzert zu geben. In evokativen Aktionen erscheint ihre Musik wie ein Trip durch zerbrochene Klangbilder, geräuschhafte Soundscapes, begleitet vom manchmal träumerisch wirkenden, manchmal unheimlich klingenden Einsatz menschlicher Stimme.
Während ihrer Performances verschmelzen vor Ort-Improvisationen mit bereits arrangierten Akkorden. Selbst gebaute Elektronik, Alltagsgegenstände und Unterwegs-Gefundenes werden ebenfalls als Instrumente eingesetzt. Indem sie akustische Ereignisse loopen und überlagern, erforschen „Les éclairs“ die Poesie des Augenblicks am Rande von Feedback und Verzerrung. Jeder Auftritt von „Les éclairs“ ist eine situationistische Reflektion auf den Kontext der Aufführung.
23.00 Uhr
MALSTRÖM ENSEMBLE
Natalie Bewernitz, Marek Goldowski, Jan-Kees van Kampen, Valentina Vuksic – Computer
Schwingungen, Magnetfelder und Luftdruckschwankungen. Klangliche Erkundungen in computerisierten Räumen. Atem, Digitalpuls und Datenstoffwechsel. Untersuchungen an elektronischen Nervensystemen. Das Malström Ensemble kombiniert Originalton- und Schwingungsaufnahmen von Computern und Peripherie zu räumlichen, auralen Skulpturen.
Mehr Informationen zum Programm: Musiknacht 2009 in der PRAXIS
Oder: | Kölner Musiknacht Homepage
21.9. und 22.9.2009 | Theater | Wiederaufnahme |
KONG / PRAXIS.
King Kong ist ein Mythos. Kong / Praxis das passende Stück. Von Klaus Fehling.
Eine Reflektion über das Theater, das Kino, die Wirklichkeit, die Heimat, die Fremde und andere verpasste Chancen.
Text: Klaus Fehling, Spiel: Dorothea Reinhold, Regie: Michael Staab.
Mit anschließender live Videointerpretation von Uli Zigg und sushi electra.Aussergewöhnlich Sehenswert!
Die tragische Geschichte des Riesenaffen King Kong ist uns durch mehrere Kinofassungen vertraut. Das Stück nimmt alle uns bekannten Ereignisse und Fassungen des Mythos auf, erzählt aber die Folgen einer für den Helden fatalen Wendung: Was wäre, wenn KONG sich an jenem legendären Abend im Theater nicht von seinen Ketten befreit hätte? Wenn er bis heute ganz freiwillig als der unbesiegbare Kong, das 8. Weltwunder, am New Yorker Broadway gastierte?
In der gefühlten 1000sten Vorstellung liefert ein heimatloser und alleingelassener KONG vor schrumpfenden Publikum das vorgeschriebene Affentheater und reflektiert dabei über die Bühne, das Kino, die Wirklichkeit, die Heimat, die Fremde und andere verpasste Chancen.
12 € / 7 €. Begrenzte Platzanzahl. Kartenreservierungen unter 0221 139 3261
Mehr Informationen über den Abend: Kong / Praxis . Ein Monolog
Video-Ausschnitte aus dem Stück: | KONG / PRAXIS / VIDEO
Kritik in der Kölnische Rundschau KONG von Thomas Linden
Eine Kooperation mit LUFTSCHIFF c/o Klaus Fehling. |Home Luftschiff
25.9. bis 14.10.2009 | Kunst | Fotografie|
Alexander Basile.
„Ironischerweise werden wir gebeten zu handeln.“
Ausstellung mit Fotografien und einer Videoinstallation zum Thema Urbanität.
Eröffnung am 25.9.2009, 19.30 Uhr. Um 18.00 plan09 preview.
Am Sonntag 27.9.09, an 17.00 Uhr Vortragsreihe mit Johannes Marent (Stadtsoziologe), Jan Sauerborn (Architekturtheoretiker), Marco Schröder (Philosoph).
plan09 - Forum aktueller Architektur. | plan09
Der Kölner Fotograf und Raumpraktiker Alexander Basile, der 2008 mit dem Deutschen Fotobuchpreis ausgezeichnet wurde, beschäftigt sich seit dem Jahr 2002 mit Fragen von Raum, Handlungen im Raum und deren Wahrnehmung. Er untersucht dazu neue Möglichkeiten urbane Pfade zu lesen und emotionale Räume zu visualisieren. In der PRAXIS werden die aktuellen fotografischen Arbeiten „cognitive mapping saò paulo“ und erstmals die interaktive Videoinstallation „Ironischerweise werden wir gebeten zu handeln“ präsentiert. (Mehr dazu siehe unten)Der städtische Raum und die darin handelnden Personen werden heute zunehmend getrennt betrachtet, stehen aber tatsächlich in unmittelbarer, sich gegenseitig beeinflussender Interaktion, die oft ganz anders verläuft als von den Stadtplanern vorgesehen. Ganz planlos, aber lebensnah entstehen daraus neue Sichtweisen auf bestehende Orte, neue Nutzungsansprüche und dadurch möglicherweise auch neue Räume.Basile versteht seine Arbeit als Versuch, mit Hilfe transdisziplinären Forschens inner- und außerhalb der Philosophie, der Poetik, den Empfindungen und den Mitteln der Kunst (insbesondere der Fotografie), neue Möglichkeiten der Raumnutzung und raumtheoretischer Erkenntnisgewinnung zu schaffen. Spielerisch und leicht soll die Möglichkeit des Neuen erprobt werden.
Mehr: Alexander Basile - Ironischerweise...
Extern: | Alexander Basile
OKTOBER / NOVEMBER 2009
5. Oktober 2009 | Impro-Konzert und Klangkunst |
Mo / 20.30 h Eintritt: 6/3 EUR
room2room
Jeffrey MORGAN saxophone
Lawrence CASSERLEY live processing
voice2voice
Bettina WENZEL stimme
Lawrence CASSERLEY live processing
jeweils etwa 40 Min
An diesem Abend gibt es ein Wiedersehen: einmal ist Bettina Wenzel dann erst wenige Tage zurück von ihrem Mumbai Stipendium der Kunststiftung NRW, erste Klangmitbringsel aus Mumbai wird Bettina Wenzel einfließen lassen. Und wir feiern auch ein Wiedersehen mit Lawrence Casserley, dem ein oder anderen noch bekannt von colourscape im Rahmen des Kölner Festivals scorecologne, 2006. Es werden die beiden Duo Projekte Room2Room/Voice2Voice präsentiert. Lawrence spricht davon Ausgangspunkt war die Kölner Konzertreihe in colourscape kuratiert von hans w. koch und Georg Dietzler. Seitdem gab’s verschiedene Musikprojekte, die aber alle eins gemeinsam haben dürften, die Wertschätzung von Lawrence Casserley der im Fokus des heutigen Abends steht. Das Duo mit Jeffrey Morgan ist etabliert, das mit Bettina Wenzel ist neu. Was für Bettina Wenzels „Stimminstrument“ gilt, hat auch für Jeffrey Morgans intensives, kraftvolles Saxophonespiel Gültigkeit. Lawrence Casserley ist der einzige, der Bettina Wenzels Stimmklänge elektronisch verändern darf, da er es auf ganz besondere Weise tut.
10.10. | Filmdokumentation | 21.00 Uhr
Metrobox / Dom-Skateboarding eV zu Gast in der PRAXIS:
Premiere des Dokumentationsfilmes von Gregor Flother, der zum plan09-Projekt Skating the City auf der Domplatte gedreht wurde.
Die Architektengruppe Metrobox wird sich kurz über die Zukunft des
geplanten Skateparkes äussern.
15. 10. | Konzert | 20.30 Uhr
SIMPLY SPONTANIOUS – „für diesen Augenblick gemacht“
Ein ad hoc Konzert mit:
georg wissel : Saxophone | sebastian grams : Kontrabass |
holger mertin : Schlagwerk | peter worringer : Gitarren |
Mehr Infos: | Gerngesehen.de
29.10. bis 14.11.09 | Filmkunst |
Lutz Mommartz
„Jeder Mensch ist ein Tisch, nur ich bin ein Stuhl.“
Retrospektive Filmschau 1967 bis 2007 und eine Rauminstallation.
In Kooperation mit der Kunstfilm Biennale 2009.
Lutz Mommartz ist einer der Väter des experimentellen Films. Seit 1967 bis heute bricht er radikal mit den Sehgewohnheiten und den ästhetischen und inhaltlichen Konventionen der Filmkunst. Er nimmt als Erster die vorbeiziehende Landschaft aus dem Zugfenster auf, wirft die Kamera über sich in die Luft, oder schnallt sie sich im Alltag um. Er beschäftigt sich mit Raum, Zeit und dem darin Geschehenden. Die soziale Interaktion ist ihm der Seinshintergrund, aus dem sich die Bilder ergeben: Nicht das Filmen, sondern sich zu unterhalten ist der eigentliche künstlerischen Akt. In der PRAXIS wird eine Rauminstallation im Stil des expanded cinema, eine Werkschau 1967 bis 2007 und die Künstlerbücher gezeigt.
Lutz Mommartz ist 1934 in Erkelenz geboren. 1967 gewinnt er mit seinen ersten 16mm-Kurzfilmen beim Experimentalfilmfestival in Knokke-le-Zoute. 1978 bis 1999 ist er Professor für Film an der Kunstakademie Münster. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf und Berlin.
Filmografie mit allen Filmen zum Download: | mommartzfilm
13.11. bis 5.12.09 | Kunst und Kommuniation |
AUSSTELLUNG IST VERSCHOBEN!
Jarg Geismar
Back Yard (Arbeitstitel)
Neue Arbeiten, Aktionen und Projekte. Mit vielen Gastkünstlern und Vorträgen.
27.11. bis 9.12.2009 | Kunstausstellung |
Matthias Groebel
embedded painting
Eröffnung 27.11.2009 ab 19 Uhr. Ausstellungsdauer 28.11.– 9.12.2009
Diskussionsabend zum Thema Afrika: 2.12.2009, 20 Uhr
Mit diesen Worten wirbt die Website der nigerianischen Botschaft in Berlin für ihr Land. Matthias Groebel
hat Nigeria nicht als Tourist besucht. Im Sommer 2007 bereiste er das Land quasi inkognito und „eingebettet“
in ein Team von Mitarbeitern der Weltbank, das vor Ort die ökonomischen Beziehungen zwischen den
Produzenten und den Händlern von Cassava-Wurzeln untersuchte. Die Videoaufnahmen, die Groebel während
dieser Reise machte, bilden das Ausgangsmaterial der in der Ausstellung gezeigten Arbeiten. Die digitalen
Bilder wurden mittels einer computergesteuerten Maschine, die Groebel Anfang der 1990er Jahre
entwickelte, mit Farbe auf Leinwand aufgetragen und anschließend durch manuell ausgeführte – ungegenständliche,
gleichwohl durch Licht- und Schatteneffekte räumlich wirkende – Passagen weiter bearbeitet. Dadurch
entstehen „Sprünge in der Wahrnehmung“ (P. Florenski) und eine visuelle Komplexität, die die Frage
nach den möglichen Lesarten der Bilder – als Wirklichkeitsbeschreibung oder autonome Bildwirklichkeit, als
Infragestellung des Dokumentarismus und des europäischen Blicks – aufwerfen.
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